Schultersteife: Frozen Shoulder

Die Schultersteife (oder auch frozen shoulder) ist eine eigenständige Erkrankung. In den meisten Fällen tritt sie ohne Vorwarnung und ohne erkennbare Ursachen auf, kann aber durch einen Unfall oder auch eine Operation ausgelöst werden.

Bei der Schultersteife kommt es zu einer akuten Entzündung und Schrumpfung der gesamten Gelenkkapsel. Dadurch wird die Beweglichkeit des Schultergelenks erheblich eingeschränkt. Gehäuft tritt diese Erkrankung bei Diabetikern und bei Schilddrüsenerkrankungen auf.

Symptome

Die meisten Betroffenen kommen wegen nächtlichen und Ruheschmerzen in der Schulter zum Arzt. Die Beweglichkeit des Schultergelenks ist stark eingeschränkt, teilweise komplett aufgehoben. Die Patienten können den Arm nur noch mit der Nackenmuskulatur heben, was zu zusätzlichen Nacken- und HWS-Beschwerden führt.

OP-Methoden

Schultersteife ist eine selbst-limitierende Erkrankung, was heißt, dass die Symptome sich im Laufe der Zeit – Monaten bis Jahren – verlieren. Die Therapie ist zunächst konservativ mit dem Ziel, die Entzündung einzudämmen und Beweglichkeit der Schulter zu verbessern. Die Krankengymnastik ist der zentrale Punkt der Behandlung unterstützt mit entzündungshemmenden Medikamenten. Im akuten Stadium hat sich eine Cortisontherapie bewährt.

Die Entscheidung zur Operation muss vom Patienten mitgetragen werden. Falls die konservative Therapie ohne Erfolg bleibt oder die Erkrankung zu lange andauert, wird eine arthroskopische Lösung der Kapselverwachsungen vorgenommen um die Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen. Die Operation kann ambulant durchgeführt werden.

Nachbehandlung

Intensivste Bewegungstherapie durch Krankengymnastik ist dringend erforderlich, um erneute Einsteifung der Schulter zu vermeiden. Ein Bewegungsstuhl (CPM) wird für mindestens 4 Wochen für mehrere Stunden täglich verordnet.

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