Knie-Endoprothesen

 

 

Seit Anfang des Jahres 2010 implantieren wir Hüft- und Knie-Endoprothesen im Diakonie-Krankenhaus Mannheim in Kooperation mit Professor Menge. Professor Menge war von 1985 bis Ende 2009 Chefarzt der Orthopädischen Klinik im St. Marienkrankenhaus Ludwigshafen und ist insbesondere auf die Implantation von Hüftkappenendoprothesen spezialisiert.

Nähere Information über Professor Menge und Kappenendoprothesen unter www.prof-menge.com .

Allgemeine Informationen

Bei Endoprothesen (von griech.: endo „innen“) handelt es sich um Implantate, welche dauerhaft im Körper verbleiben und den geschädigten Körperteil ganz oder teilweise ersetzen.

Grundsätzlich entsteht der dauerhafte Halt einer Prothese durch vom Körper neu gebildete Knochensubstanz, die die Prothese fest umschließt. Diese knöcherne Integration erfordert eine genaue Einpassung der Prothese in das Knochenlager. Durch Knochenzement kann die Passgenauigkeit methodisch vereinfacht werden. Man unterscheidet demnach

    • zementierte Prothesen
    • zementfreie Prothesen
    • Hybrid-Prothesen, bei denen beispielsweise die Hüftpfannenprothese zementiert und der Schaft zementfrei ist.

Knieprothesen

Knieprothesen unterteilt man nach ihrem Kopplungsgrad in mehrere Gruppen:

Ungekoppelte Prothesen

Die uni-, bi- und trikondyläre Endoprothese. Bei der unikondylären wird nur der innere oder (seltener) der äußere Kondylus (= Gelenkrolle) des Oberschenkelknochens ersetzt samt der gegenüber liegenden halben Gelenkfläche des Schienbeinkopfes (zwei Implantate). Die bikondyläre Endoprothese ersetzt beide Kondylen und die gesamte Gelenkfläche des Schienbeinkopfes.

Bei der trikondylären Methode – früher fast routinemäßig und heute eher die Ausnahme – erfolgt zusätzlich ein Ersatz der Gelenkfläche der Kniescheibe. Den Metall- Implantaten ist als Gleitfläche eine Polyäthylenschicht aufgelagert. Der Hauptunterschied zu den gekoppelten Endoprothesen besteht darin, dass die prothetischen Anteile nicht fest mechanisch verbunden, sondern gegeneinander verschiebbar sind.

Die bikondyläre Endoprothese zählt bereits zu den totalen Knieendoprothesen, da bei ihr das gesamte tibiofemorale Gelenk ersetzt wird. Für den Einsatz einer ungekoppelten Knieprothese müssen beide Seitenbänder intakt und funktionsfähig bzw. rekonstruierbar sein. Bei fehlendem oder defektem hinteren Kreuzband existieren, diesen Mangel kompensierende, funktionell stabilisierende oder teilgekoppelte Modelle.

Unikondyläre Schlitten-TEP

Bikondyläre umgekoppelte Knie-TEP mit Retropatellarersatz

Teilgekoppelte Prothesen

Zu ihnen zählt man hauptsächlich das sogenannte PS-Knie. Posterior Stabilisierte Prothesen kommen zum Einsatz, wenn das hintere Kreuzband beschädigt oder entfernt wurden.

Gekoppelte Prothesen

Gekoppelte Prothesen sind achsgeführte Implantate (Scharniergelenk). Sie kommen zum Einsatz, wenn die Band- und muskuläre Stabilität des Gelenks unzureichend sind. Dies ist der Fall, wenn z. B. Außen- und Innenband degenerativ oder traumatisch geschädigt sind oder der gesamte Kapselbandapparat bei starker Achsenfehlstellung (X-Bein/O-Bein) degeneriert ist.

Außerdem ist die achsgeführt- gekoppelte Knieprothese eine häufige Lösung für Prothesenwechsel, bei denen mit Bandzerstörung und/oder Knochenverlust zu rechnen ist.

 

Achillessehne gerissen?
Bandscheibenvorfall
Menü