Seit Anfang des Jahres 2010 implantieren wir Hüft- und Knie-Endoprothesen im Diakonie-Krankenhaus Mannheim in Kooperation mit Professor Menge. Professor Menge war von 1985 bis Ende 2009 Chefarzt der Orthopädischen Klinik im St. Marienkrankenhaus Ludwigshafen und ist insbesondere auf die Implantation von Hüftkappenendoprothesen spezialisiert.

Nähere Information über Professor Menge und Kappenendoprothesen unter www.prof-menge.com .

 

Allgemeine Informationen

Bei Endoprothesen (von griech.: endo "innen") handelt es sich um Implantate, welche dauerhaft im Körper verbleiben und den geschädigten Körperteil ganz oder teilweise ersetzen.

Grundsätzlich entsteht der dauerhafte Halt einer Prothese durch vom Körper neu gebildete Knochensubstanz, die die Prothese fest umschließt. Diese knöcherne Integration erfordert eine genaue Einpassung der Prothese in das Knochenlager. Durch Knochenzement kann die Passgenauigkeit methodisch vereinfacht werden. Man unterscheidet demnach

  • zementierte Prothesen
  • zementfreie Prothesen
  • Hybrid-Prothesen, bei denen beispielsweise die Hüftpfannenprothese zementiert und der Schaft zementfrei ist.

 

Hüft-TEP

In Deutschland werden pro Jahr knapp 200.000 Hüftgelenke implantiert. 95 Prozent dieser Endoprothesen sind auch nach zehn Jahren noch funktionstüchtig, 75 Prozent aller eingesetzten Hüftendoprothesen müssen auch nach 26 Jahren noch nicht ausgetauscht werden.

Bei Hüftgelenkprothesen wird zwischen (Hüft-/Oberschenkel-) Kopfprothesen, Schaftprothesen (Stielprothesen) (Femurschaft) und Hüftpfannenprothesen unterschieden. Werden sowohl der Gelenkkopf als auch die Gelenkpfanne ersetzt, handelt es sich um eine Total-Endo-Prothese (TEP).

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zementierte Hüft-TEP                                                           zementfreie Hüft-TEP

 

Neuere Prothesenformen

Hüftkappen-EndoprotheseDaneben gibt es zwei neuere Prothesenformen, bei denen der obere Teil des Oberschenkelknochens in weitaus größerem Umfang erhalten bleibt. Während bei der Schaftprothese der Kopf des Oberschenkelknochens und der Schenkelhals (völlig) entfernt werden, wird bei der McMinn- oder Hüftkappen-Prothese lediglich die Oberfläche des Gelenkkopfes entfernt und durch eine Metallkappe ersetzt.

Prothesen, bei denen der Knochen in größerem Umfang erhalten bleibt, sind vor allem für jüngere Patienten interessant, weil hier mehr Möglichkeiten bei einer späteren Revision bestehen. Der geringe Knochenverlust, die geringe Luxationsgefahr und der Erhalt der physiologischen Gelenkmechanik gelten als die größten Vorteile des Oberflächenersatzes.

Kurzschaft-EndoprotheseAllerdings relativiert sich die Knochenschonung durch eine größere Pfannenfräsung, der Metallabrieb in der großflächigen Metall-Metall-Hartpaarung stellt ein bisher ungelöstes Problem dar, und das Langzeitschicksal des Resthüftkopfes unter der zementierten Kappe ist noch nicht geklärt.

Etwas in Konkurrenz zum Oberflächenersatz wiederum bei jüngeren Patienten, ebenfalls mit dem Anspruch der Knochenschonung, stehen die Kurzschaftprothesen. In der mehrjährigen Erfahrung haben die Kurzschäfte teilweise überraschend gute Haltbarkeitsergebnisse geliefert, andererseits ist bei Revisionen der Pfannenwechsel gegenüber der Oberflächenprothese wegen geringerer Durchmesser weniger problematisch.

 

Knieprothesen

Knieprothesen unterteilt man nach ihrem Kopplungsgrad in mehrere Gruppen:

Ungekoppelte Prothesen

Die uni-, bi- und trikondyläre Endoprothese. Bei der unikondylären wird nur der innere oder (seltener) der äußere Kondylus (= Gelenkrolle) des Oberschenkelknochens ersetzt samt der gegenüber liegenden halben Gelenkfläche des Schienbeinkopfes (zwei Implantate). Die bikondyläre Endoprothese ersetzt beide Kondylen und die gesamte Gelenkfläche des Schienbeinkopfes.

Bei der trikondylären Methode - früher fast routinemäßig und heute eher die Ausnahme - erfolgt zusätzlich ein Ersatz der Gelenkfläche der Kniescheibe. Den Metall- Implantaten ist als Gleitfläche eine Polyäthylenschicht aufgelagert. Der Hauptunterschied zu den gekoppelten Endoprothesen besteht darin, dass die prothetischen Anteile nicht fest mechanisch verbunden, sondern gegeneinander verschiebbar sind.

Die bikondyläre Endoprothese zählt bereits zu den totalen Knieendoprothesen, da bei ihr das gesamte tibiofemorale Gelenk ersetzt wird. Für den Einsatz einer ungekoppelten Knieprothese müssen beide Seitenbänder intakt und funktionsfähig bzw. rekonstruierbar sein. Bei fehlendem oder defektem hinteren Kreuzband existieren, diesen Mangel kompensierende, funktionell stabilisierende oder teilgekoppelte Modelle.

 

Unikondyläre Schlitten-TEP

 

Bikondyläre umgekoppelte Knie-TEP mit Retropatellarersatz

 

Teilgekoppelte Prothesen

Zu ihnen zählt man hauptsächlich das sogenannte PS-Knie. Posterior Stabilisierte Prothesen kommen zum Einsatz, wenn das hintere Kreuzband beschädigt oder entfernt wurden.

Gekoppelte Prothesen

Gekoppelte Prothesen sind achsgeführte Implantate (Scharniergelenk). Sie kommen zum Einsatz, wenn die Band- und muskuläre Stabilität des Gelenks unzureichend sind. Dies ist der Fall, wenn z. B. Außen- und Innenband degenerativ oder traumatisch geschädigt sind oder der gesamte Kapselbandapparat bei starker Achsenfehlstellung (X-Bein/O-Bein) degeneriert ist.

Außerdem ist die achsgeführt- gekoppelte Knieprothese eine häufige Lösung für Prothesenwechsel, bei denen mit Bandzerstörung und/oder Knochenverlust zu rechnen ist.

 

Mitglied der
 Praxisklinik Mannheim
 

Unsere orthopädische Praxis ist zertifiziert nach ISO 9001

Orthopäden

Dr. med. Thomas Rupp
Dr. med. Olaf Jacobsen

Fachärzte für Orthopädie, Physikalische & Reha-Medizin, Unfall-Chirurgie, Sportmedizin, Chirotherapie und Notfallmedizin

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Mi 08:00 - 12:00 Uhr
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